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Historie

„Die Jungs kommen.“ - Das wars, was die MitarbeiterInnen des Hackhauser Hofes schon sinnlich von den einschneidenden Veränderungen wahrnehmen konnten, die 1968 mit Gründung der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof e.V. eintraten. Aus einem Verein, der zur Mädchenarbeit angetreten war, wurde eine Jugendbildungsstätte, die auch der anderen Seite der heranwachsenden Menschheit die Türen öffnete. Dem Zusammenleben der Geschlechter in Kirche und Gesellschaft einen Erfahrungsraum zu geben ist die Jugendbildungsstätte treu geblieben. Der Klassiker im Veranstaltungsprogramm „Zeit für Zärtlichkeit“ heißt nun moderner Genderseminar und ist dafür nur ein beredtes Beispiel, die selbstverständliche Teilnahme von Jungen und Mädchen an den meisten Veranstaltungen ein anderes.
Nicht zuletzt ist die durch einen Mann und eine Frau als Doppelspitze geprägte Leitungskultur ein Zeugnis für gelebte Geschlechtergerechtigkeit.

Mancherorts ist es eine irritierende und verstörende Erfahrung, wenn Gemeinden erleben, dass junge Menschen ganz selbstverständlich und erwartungsvoll im Gemeindeleben ihren Platz suchen: ein Infragestellen liebgewonnener Gemeindegeschichte und Anfrage an das Bestehende. Die zweite Entscheidung zur Gründung der Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof war, Jugendliche in der konstruktiven Auseinandersetzung der Generationen in den Gemeinden zu bestärken. Der Hackhauser Hof wurde ein Ort, an dem sich Jugendliche Kompetenzen für ihre Jugendarbeit in den Gemeinden erwerben. In der Auseinandersetzung mit den vorfindlichen Gegebenheiten geht es darum, Wege zu entdecken und zu öffnen, auf denen junge Menschen in Gemeinden einen Raum finden und gestalten können.

Jugendliche Ehrenamtliche und Hauptberufliche arbeiten eng zusammen. Deshalb ist der Hackhauser Hof im Laufe der Jahre auch ein Ort der Weiterbildung für die mit der Kinder- und Jugendarbeit professionell befassten MitarbeiterInnen geworden. Gemeinsame Seminare mit Presbyterien, Beratungen in Gemeinden und nicht zuletzt die Mitgliederversammlungen, die einen Teil ihrer Zeit der Diskussion relevanter Themen und den Erfahrungen der Jugendarbeit widmen, ergänzen die Palette des Angebots, mit dem Gemeinden unterstützt werden, zur Beteiligungs- und Begegnungsraum von Jugendlichen zu werden.

Heinrich Fucks, Vorstandsmitglied des Hackhauser Hofes

Hackhauser Hof e. V. · Hackhausen 5b · 42697 Solingen · Fon 0212 22201-0 · Fax 0212 22201-20